Sicherheit als Standortfaktor: Die Wehrtechnische Industrie in Kiel stärken
Nachfolgender Antrag wurde auf dem Kreisparteitag der CDU Kiel am 30. Mai 2026 beschlossen.
Unsere Verantwortung für Frieden und Freiheit
Die sicherheitspolitische Lage in Europa erfordert, dass wir unsere Verteidigungsfähigkeit konsequent wiederherstellen. Die Bedrohung
unserer Freiheit und unserer demokratischen Werte macht deutlich, wie wichtig eine leistungsfähige Bundeswehr und eine stabile nationale Sicherheitsarchitektur sind – als Garanten für Frieden und Stabilität in unserem Land und innerhalb der NATO.
Wir folgen der Überzeugung Konrad Adenauers, der die sogenannte "Politik der Stärke" wie folgt definierte:
"Eine Politik der Stärke ist, wie wir sie verstehen, keine Politik der Gewalt. Im Gegenteil! Durch eine ruhige, stetige und dadurch an Stärke gewinnende Politik wollen wir dem Frieden dienen. Denn auf diesen Elementen beruht der Friede auf der Welt, nicht auf der Schwäche." - Konrad Adenauer.
Die Wehrtechnische Industrie spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Sie ist ein unverzichtbarer Partner für die Ausstattung unserer Streitkräfte und zugleich ein zentraler Wirtschaftszweig und Jobmotor in Schleswig-Holstein und insbesondere in der Landeshauptstadt Kiel. Mit über 7.000 hochqualifizierten Arbeitsplätzen sichert sie technologische Souveränität und unseren Wohlstand vor Ort. Wir sehen diese Unternehmen als verlässliche Partner unserer Sicherheitspolitik.
Wir begrüßen die Landes-Initiative zur Gründung des TechHUB SVI Nord, die darauf abzielt, die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und staatlichen Akteuren im Bereich der maritimen Sicherheits- und Verteidigungstechnologien zu stärken. Solche Netzwerke können wichtige Impulse für Innovation, Technologietransfer und Wettbewerbsfähigkeit setzen.
Vorschläge für den Standort Kiel
Um das volle Potenzial Kiels als führenden maritimen wehrtechnischen Standort zu entfalten, fordern wir folgende Maßnahmen und Rahmenbedingungen:
1. Standortbedingungen optimieren
- Infrastruktur & Flächenmanagement: Wir setzen uns für die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und die Bereitstellung spezifischer, bedarfsgerechter Gewerbeflächen für Produktion und Erprobung von Verteidigungstechnologien ein.
- Innovation und Förderstrukturen stärken: Die Landeshauptstadt Kiel soll das bestehende Innovationsnetzwerke im Bereich maritimer Sicherheits- und Verteidigungstechnologien aktiv unterstützen und ihre Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Wissenschaft weiter stärken. Initiativen wie der TechHUB SVI Nord leisten hierbei einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung von Forschung, Industrie und staatlichen Akteuren. Die Kieler Wirtschaftsförderung- und Strukturentwicklung GmbH (KiWi) kann ergänzend dazu beitragen, Unternehmen beim Zugang zu Förderprogrammen, sowie bei der Umsetzung der Projekte unterstützen.
2. Gesellschaftliche Akzeptanz fördern
- Kommunale Vorbildrolle: Die Landeshauptstadt Kiel soll ihre Bedeutung als zentraler Standort für die Resilienz unserer gesamten Region aktiv kommunizieren.
- Soziale Nachhaltigkeit: Sicherheit ist die Grundlage unserer demokratischen Lebensweise und gesellschaftlichen Struktur. Hierzu leistet die Verteidigungsindustrie einen essenziellen Beitrag, jetzt und in Zukunft.
3. Einwirken auf Landes- und Bundesebene
- Anpassung der Landesplanung: Die spezifischen Erfordernisse der Verteidigungsindustrie sollten als öffentliches Interesse in der Landesplanung festgeschrieben werden.
- Politische Allianzen: Wir fordern den Oberbürgermeister auf, einen Zusammenschluss der Kommunen mit hoher Dichte an Rüstungsunternehmen anzustoßen, um mit vereinter Stimme in der Landes- und Bundespolitik für bessere Rahmenbedingungen einzutreten.
Die Wehrtechnik ist ein wesentlicher Teil für die Einsatzfähigkeit unserer Streitkräfte. Die Stärkung unserer Bundeswehr ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft in Frieden, Freiheit und Wohlstand.

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